dunkles Rohr mit Laserstrahl

Forschungszulagengesetz fördert Innovationen | Foto: WikiImages – pixabay.de

Das Konjunkturpaket der Bundesregierung hat die Forschungszulage von 500.000 Euro auf eine Million Euro erhöht und die Bemessungsgrenze von zwei auf vier Millionen verdoppelt. Der Fördermitteltopf selbst ist nicht begrenzt.

Förderfähig sind alle in Deutschland ansässigen Organisationen und Unternehmen – also auch Einzelunternehmen und KMU sowie die, die größer sind als KMU. Außerdem sind Forschungsverbünde (FuE-Kooperationen) zur Förderung zugelassen.

Seit dem 1. Januar 2020 können diese für ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE-Vorhaben) eine Steuergutschrift erhalten, sofern sie nach dem 01. Januar 2020 begonnen wurden.

Damit soll das neue Forschungszulagengesetz (FZulG) als Spritze für die Innovationsentwicklung in Deutschland wirken. Folgende Kategorien werden dabei berücksichtigt:

  1. Grundlagenforschung
  2. Industrieforschung
  3. Experimentelle Entwicklung

Die Richtlinie, die der Gesetzgeber zur Abgrenzung der Projekte heranzieht, ist das von der OECD publizierte Frascati Manual. Die Definition finden sie hier.

Folgende Kriterien sind für die FuE-Vorhaben definiert:

  1. Gewinnung neuer Erkenntnisse (neuartig)
  2. Orginäre Konzepte und Hypothesen (schöpferisch)
  3. In Bezug auf das Ergebnis ungewiss
  4. Geplant und budgetiert (systematisch)
  5. Ergebnisse, die reproduziert werden können (übertragbar)

Folgende Kosten sind dabei förderfähig:

  1. Lohnkosten für die Mitarbeiter, die an den FuE-Projekten arbeiten. Dazu gehören auch die Lohnnebenkosten.
  2. Ausgaben für in Auftrag gegebene Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Erstattungsfähig sind 60 % der an den Auftragnehmer gezahlten Vergütung.

Ein Unternehmen benötigt eine Bescheinigung der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ), die darüber entscheiden, ob ein Vorhaben förderfähig ist. Die entsprechende Forschungszulagenbescheinigungsverordnung (FZulBV) ist seit dem 01.08.2020 in Kraft. Danach erfolgt die Antragstellung beim zuständigen Finanzamt.

Anträge können ab sofort gestellt werden. Zur Kommunikationsplattform des BSFZ kommen Sie hier. Bei Interesse und für weitere Informationen sprechen Sie uns gerne an: Franziska Wolkenhauer innovation@hi-reg.de