von links: Matthias Ullrich (Geschäftsführer HI-REG), Marlin Loel und Luca Wiedekind (Robert-Bosch-Gesamtschule), Noel Friedrich (Ratsgymnasium Peine), Nele Lauenstein (HI-REG). Foto: HI-REG

„Zufällig genial?!“ hieß es in der 57. Wettbewerbsrunde von Jugend forscht. Und genau so ging es auch beim großen Jugend forscht Bundeswettbewerb vom 26. bis 29. Mai 2022 in Lübeck zu. Insgesamt vertraten 168 Jungforschende mit 108 innovativen Projektarbeiten aus den MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ihre Bundesländer und präsentierten sowohl den fachkundigen Juryteams als auch interessierten Besucher:innen ihre qualitätsvollen Forschungsergebnisse.

Auch zwei Projekte vom Hildesheimer Regionalwettbewerb konnten sich nach ihrer Teilnahme am niedersächsischen Landeswettbewerb vom 21.-23. März 2022, der als Online-Format an der Technischen Universität Clausthal stattgefunden hat, für das große Bundesfinale qualifizieren.

Noel Friedrich vertrat Niedersachsen mit seinem, von den vergangenen Jahren sehr geprägten Projekt „Covid in Coville“ im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Der 17-jährige Schüler des Ratsgymnasiums Peine erforschte in einer selbst simulierten, virtuellen Stadt, wie sich verschiedenste Maßnahmen zur Bekämpfung einer globalen Pandemie, beispielsweise Corona, auf das Infektionsgeschehen auswirken. Mit seinem sehr zeitgemäßen Projekt konnte er bei der Sonderpreisverleihung am Samstagabend in der Lübecker Kulturwerft Gollan gleich zwei Sonderpreise für sich entscheiden. Neben dem Konrad-Zuse-Jugendpreis für Informatik der Eduard-Rhein-Stiftung, dotiert mit einem Preisgeld von 1.500 €, erhielt Noel Friedrich außerdem den Sonderpreis „Stipendium für einen Studienplatz an einer Universität der Bundeswehr“, welcher von der Bundesministerin für Verteidigung, Christine Lambrecht, gestiftet wurde. Bei einem persönlichen Gespräch mit Matthias Ullrich (HI-REG), Patenbeauftragter des Jugend forscht Regionalwettbewerbs Hildesheim, verriet Noel, dass er sich ein Studium an der Universität der Bundeswehr, nach seinem Abitur im kommenden Jahr, durchaus vorstellen kann und sich sehr über diese Chance freut.

Ebenfalls in Lübeck mit dabei waren Marlin Loel und Luca Wiedekind von der Robert-Bosch-Gesamtschule aus Hildesheim. Im Rahmen ihres Chemie-Projekts „Untersuchung des Nitritscavengereffekts von Vitamin-C“ beschäftigten sie sich mit einer sehr wichtigen und auch zukunftsrelevanten Fragestellung: Welche Bedeutung hat das Vitamin-C für die Verringerung der Nitritkonzentration im menschlichen Körper und damit einhergehend auch für ein potenzielles Krebsrisiko?

Mit der Siegerehrung am 29. Mai in der Musik- und Kongresshalle Lübeck fand die 57. Wettbewerbsrunde Jugend forscht ein würdiges Ende. Die strahlenden Gesichter aller Beteiligten, besonders aber der talentierten Jungforschenden brachten die Freude und Dankbarkeit für die ereignisreichen Tage und die neuen Bekanntschaften besonders zum Ausdruck.

Nun steigt aber schon wieder die Spannung, unter welchem Motto interessierte Jungforschende wohl in der nächsten Wettbewerbsrunde (Start ist der 01.07.2022) für staunende Gesichter sorgen werden.

Die Übersicht der Erfolge auf Landesebene finden Sie in unserem Beitrag zum Landeswettbewerb.

Weitere Informationen zu Jugend forscht unter www.jugend-forscht.de.