Um jungen Menschen, die besondere Leistungen erwarten lassen, das Studium zu ermöglichen, wurde 2011 das Deutschlandstipendium vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ins Leben gerufen. 150 Euro gibt der Bund monatlich pro Studentin oder Student und 150 Euro kommen von einem privaten Stifter dazu. Die Kombination aus staatlicher Förderung und zivilgesellschaftlichem Engagement machen das Programm so erfolgreich, was die Zahlen beweisen: Beim Start 2011 gab es deutschlandweit 5.375 Stipendiatinnen und Stipendiaten. 2018 waren es bereits 27.229.
Das Fördergeld, das zusätzlich zu BAföG-Leistungen gezahlt wird und einkommensunabhängig ist, wird mindestens für zwei Semester und höchstens bis zum Ende der Regelstudienzeit vergeben. Nicht nur gute Noten sollen bei der Vergabe berücksichtigt werden, sondern auch gesellschaftliches Engagement sowie besondere persönliche Leistungen.

Auch die HAWK und die Universität Hildesheim engagieren sich hier stark für ihre Studierenden. Die Rolle der Hochschulen beinhaltet das Einwerben von Förderungen und natürlich auch die Auswahl der Studentinnen und Studenten, die sich bei Ihnen beworben haben. Es wurde in diesem Jahr an beiden Hochschulen mit rund 240 Stipendien eine Höchstzahl erreicht.

Für viele der Studierenden ist die Förderung mehr als eine stabile Finanzierung. Besonders ausländische Studierende oder Studierende aus nichtakademischen Haushalten müssen eine besonders große finanzielle Hürde überwinden. Zum Beispiel berichten ausländische Studierende davon, dass sie einen Großteil ihrer Einnahmen aus Nebenjobs an ihre Familien in der Heimat senden, damit die dort überleben können. „Viele unserer Stipendiatinnen und Stipendiaten müssen Herausforderungen überwinden, um überhaupt an der HAWK studieren oder weiterstudieren zu können“, sagt Daniela Zwicker, Mitarbeiterin für Fundraising im Team von Vizepräsident Viöl (HAWK).

Auch Professor Martin Schreiner, Vizepräsident für Stiftungsentwicklung, Transfer und Kooperationen der Universität Hildesheim, wendet sich mit einem Appell an die Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen in der Region: „Sie können jungen Talenten Bildungschancen eröffnen. Sie unterstützen mit Ihrer Spende junge Menschen bei ihrer Ausbildung und leisten so einen Beitrag zu einer gebildeten und handlungsfähigen Gesellschaft“, so Schreiner.

Für Unternehmen ist die Förderung der Studierenden auch eine Möglichkeit, um Kontakte zu zukünftigen Fachkräften aufzubauen.
Auch für 2020 werden natürlich wieder Förderer gesucht.

Infoseite HAWK: https://www.hawk.de/de/forschung/transfer-und-kooperationen/deutschlandstipendium/deutschlandstipendium-infos-fuer-foerderinnen-und-foerderer

Infoseite Uni Hildesheim: https://www.uni-hildesheim.de/deutschlandstipendium/