Stellen Sie sich vor, es ist Digitalisierung und keiner geht hin! Die Geschäftsleitung entscheidet, dass im Unternehmen Prozesse digitalisiert werden sollen. Es wird teure Technik gekauft und installiert, doch dann stellt man nach einiger Zeit fest, dass die alten Laufzettel aus Papier weiterhin verwendet werden. Studien zeigen, dass die Gefahr des Scheiterns von Digitalisierungsprojekten groß ist, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht rechtzeitig aktiv eingebunden und für die Umsetzung motiviert werden. Wie man als Unternehmen diese Herausforderung vorausschauend anpacken und nachhaltig lösen kann, diskutierten am 29. Januar in den Räumlichkeiten der KSM Castings Group rund 120 Teilnehmer mit Jens Harde (Arconic Fastening Systems, Geschäftsführer), Dr. Marian Köller (Digitalagentur Niedersachsen, Geschäftsleitung), Peter Leppelt (Praemandatum GmbH, Geschäftsführer), Christoph Salentin (KSM Castings Group GmbH, CFO) sowie Irene Stroot (Demografieagentur für die Wirtschaft GmbH). Die neue Digitalagentur des Landes Niedersachen sowie die Demografieagentur für die Wirtschaft und die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft HI-REG hatten gemeinsam zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Christoph Salentin (KSM Castings Group GmbH, CFO) und Dr. Marian Köller (Digitalagentur Niedersachsen, Geschäftsleitung) haben die zahlreichen Teilnehmer aus der Wirtschaft und den regionalen Institutionen begrüßt. Peter Leppelt und Jens Harde zeigten in ihren Kurzvorträgen auf, wie ihre Unternehmen jeweils durch ganz eigene Wege ihre Mitarbeiter in den Veränderungsprozessen, die durch die Digitalisierung ausgelöst werden, eingebunden haben. Vertrauen aufzubauen, klar und transparent über die Hintergründe und die Ziele zu kommunizieren und vor allem keine Angst zu haben, waren die wichtigen Botschaften des Abends. Jedes Unternehmen muss in diesen Prozessen seinen eigenen Weg finden, ist Peter Leppelt überzeugt, und überraschte an diesem Abend in seinem Kurzvortrag sicher einige Teilnehmer mit der Darstellung seiner ganz individuellen Unternehmensstruktur.

„Was macht die Digitalisierung mit den Menschen im Betrieb? Wie kann man die Belegschaft auf die Digitalisierung vorbereiten?“ Diesen Fragen hat sich Arconic ganz konkret und offensichtlich langfristig erfolgreich gestellt. Jens Harde zeigte dies an Beispielen der neu geschaffenen, internen Strukturen auf. Eine wichtige Entscheidung bei Arconic war die Schaffung von Weiterbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter. Unter anderem wurden eigene Mitarbeiter zu Trainern ausgebildet. So wurde das Wissen um die Abläufe mit dem neuen Wissen um die digitalen und technischen Veränderungen verbunden.

Bei der Podiumsdiskussion unter der Moderation von Kai Weber von der HI-REG mit Jens Harde, Peter Leppelt, Christoph Salentin  sowie Irene Stroot war Zeit für individuelle Fragestelllungen. Beim anschließenden gemeinsamen Imbiss wurden noch weitere intensive Gespräche geführt und Kontakte geknüpft.

Die HI-REG organisiert regelmäßig Veranstaltungen zum Thema Digitalisierung und anderen wichtigen Bereichen für die Wirtschaft. Die Termine hierfür finden Sie unter www.hi-reg.de/veranstaltungen/.